Geheimnisvolle Burgen

Die durch Farnkräuter und Moose verwachsenen und an ihrem Fuß durch hochstämige Bäume umschatteten Sandfelsen scheinen selber geheimnisvoll zu sein. Aber die drei längst zerstörten, mittelalterichen Wohnsitze tragen ihrem Mystizismus nur bei. Die Burgen Adršpach, Stømen und Skály befinden sich bloß einen Katzensprung von den berühmten Felsengebilden und verdienen auch Ihre Aufmerksamkeit. Sie sind alle frei zugänglich.

Am geheimnisvollsten ist wahrscheinlich die Burg Stømen, die größtenteils inmitten der Felsen gebaut wurde. Auf der Spitze der steinernen Türmen stand einmal ein Zimmerwerk, dessen Existenz heutzutage nur erhaltene Fugen im Felsen bezeugen. Wenn wir die Burggeschichte betrachten, entdecken wir viele Wunder – man weiß nicht, wann sie entstand, von wem sie gegründet war, wie ihre Besitzer bis zu der Zeit Karls IV. waren, der Stømen in seinem Lebenslauf erwähnte. Nicht weniger geheimnisvoll ist auch der Untergang des Gebäudes. Man sagt, dass sie durch die Schlesier  fiel, die im Jahre 1447 Adršpach plünderten – aber, wer weiß, ob Stømen damals überhaupt noch existierte. Auf jeden Fall kann man heutzutage eine schöne Aussicht aus ihren Türmen auf die Landschaft genießen; wenn das Wetter schön wird, sehen Sie außer der Teplicer Felsenstadt auch die Schneekoppe.

Adršpach allein entstand zwischen den Jahren 1320 und 1330 aus dem des Königs Jan von Luxemburg Anlass. Eine unangenehme Aufmerksamkeit erweckte der Bau in den Hussitenkriegen, weil ihn die Nachkommen von Hynek von Náchod besaßen und die waren begeisterte Katholiken. Im Jahre 1430 wurde  Adršpach erobert, aber um sechs Jahre später kehrte es in die Hände der Herren von Dubé zurück. Nichtsdestoweniger kam bald der Untergang. Im Jahre 1447 fielen unter die Sandsteinfelsen Schlesier ein und die Burg wurde dem Erdboden gleichgemacht. Und so können wir jetzt nur die Fugen in den Felsenblöcken, zerfallene Mauer und bescheidene Brunnenreste bewundern.

Am tapfersten überstand die Schlesier die Burg Skály, die schriftlich zum ersten Mal im Jahre 1393 erwähnt wurde. Obwohl sie genauso wie ihre steinernen Nachbarn zerstört wurde, wurde sie erneuert. Als  leer wird sie aber erst im Jahre 1567 erwähnt. Heutzutage zieht sie die Aufmerksamkeit vieler Touristen dank ihrer ausgeprägten Räume an, die direkt in den Felsen ausgehauen sind. Gur erkennbar sind die Treppen und auf die authentischste mittelalterliche Atmosphäre kann der erhaltene Raum mit dem Tonnengewölbe stolz sein. Und noch etwas mehr! Gleich unter der Burg befindet sich das gleichnamige malerische Dörflein, wo sich ermüdete Touristen erfrischen können.


Bootsfahrten

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Magische Felsen

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„Wunderwasser“

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