Teplicer Felsen

Die Besichtigungsroute durch die Teplicer Felsenstadt

Das Städchen Teplice nad Metují, das seinen Namen den warmen Wasserquelen verdankt, die nicht einmal im Winter erfrieren, befindet sich im Nordosten Böhmens am Fluss Metuje ca 10 km von seiner Quelle entfernt. Ein Orientierungspunkt auf der Karte ist die Stadt Broumov (15 km) oder Náchod (26 km).


Die Touristenroute durch Teplicer Felsen (5 oder 9 km) wird blau markiert und nimmt minimal 3 Stunden in Anspruch. Von Teplicer Felsen kann man durch die Wolfsklamm bis nach Adršpach gelangen. Genauso wie in der Adršpacher Felsenstadt tragen die Gebilde passende Namen, manche stammen noch von den ersten Touristen von der Jahrhundertswende des 18. und 19. Jahrhunderts.

Im vergleich zu Adršpach, wo sich vor allem isolierte Türme befinden, bieten die Teplicer Felsen wildere und kompakte Felsengebilde. Dazu stoßen Sie auf keine Menschenschlangen in den Klüften wie in Adršpach. Und das wird sicher jeder zu schätzen wissen.


Anfang der Besichtigung

Von der Kasse aus gehen Sie an dem letzten Haus auf einem breiten Weg vorbei. Ca nach 100 m kommen Sie zum Wald. Der Pfad wird Sie zu den ersten Stufen und weiter zum Echo führen, einem alten Holzaltan mit der Aussicht auf den felsigen Kahlberg. Vom „Echo“ aus gehen Sie weiter auf dem steinernen Waldpfad, der in ein enges Tal mit hohen Bäumen und mit Moos bewachsenen Steinen hinführt. Je weiter Sie in das Tal gehen, desto höher sind die Felsen, das Tal ist immer schmäler und dramatischer.

Die Burg Stømen

Ungefähr 400 m hinter dem Echo laufen Sie an der Abbiegung zur Burgruine Stømen vorbei, die sich zu besuchen lohnt. Direkt vom Weg steigt hier der ganze Stiegen- und Leiterkomplex hinauf, der Sie bis zu der Stelle führt, wo einmal eine Wachburg stand. Eine abenteuerliche und ein bisschen adrenalinmässige Kletterei endet mit einer steilen Leiter, dank ihr können wir bis zum höchsten Felsen gelangen, der jetzt als  Plateau dient. Zurück müssen Sie den gleichen Weg nehmen. Die schöne Aussicht verspricht, das es sich immer etwas zu sehen gibt.

Žebøíky u hradu Stømen Leiter an der Burg Stømen

Teplicer Ikonen

Nach 500 m verändert sich das Tal. Es gibt deutlich weniger Bäume, um es herum ragen die Felsen empor – fünfhundert Meter hohe Wände, riesige Felsblöcke, schmale Türme, Überhänge, Löcher, finstere Grotten. Raupe, Felsentor, Rübezahls Harfe, Schwalbennest, Fleischeraxt – eine zufällige Aufzählung einer wunderschönen Felsenschau. An der Kreuzung gehen Sie geradeaus und nach einer Weile gelangen Sie zu einem der Symbole der Teplicer Felsen, dem riesigen und glatten Wachturm. Von der Hütte bei der Felsenbraut gehen Sie ein paar Stufen hinauf, durch das Steintor und plötzlich taucht vor ihnen die Weggablung bei Sibirien. Von der rechten Seite weht aus den Felsenschlüchten Sibiriens ein kühler bis eiskalter Wind, der Ihre Neugier aufwühlt und Sie in seine „Pranken“ lockt ...

Gehen Sie aber lieber nach links. Sie steigen die steinerne Treppe hinauf, gehen durch den Großen Domplatz hindurch und an der Felsenkapelle vorbei gelangen Sie zum Kleinen Domplatz. Durch einen Durchgang schlüpfen Sie sich in den Löwenkäfig durch und eine weitere winkelige Schlucht führt Sie zum zweiten Steintor. Hinter ihm wird die Schlucht breiter, die Felsenwände treten auseinander und Sie stehen plötzlich im Rübezahls Garten. Um ihn herum ragen die höchsten und bekanntesten Gebilde der Teplicer Felsen: die Felsenkrone, Dom- und Martins Wände, der Felsendom. Die Schluchthöhle in den Domwänden bildet den höchsten Höhlenraum in ganz Adršpach-Teplicer Felsen. Am Anfang des 19. Jahrhunderts spielte man hier für die Touristen die Drehorgel. Das Abdach, das der Drehorgelspieler bewohnte, steht hier bis heute. Der Pfad führt Sie an den Felsen vorbei, dann gehen Sie durch das Tal und steigen hinauf. Sie kommen an den schönen Felsengebilden vorbei – die Faust, den Indianer Inka, die Burg Trosky, den Eber, den Hund und viele andere.

Chrámová stìna Domwand

Die zweite Hälfte der Besichtigungsrunde

In dem Felsentor unter dem Eber gehen Sie durch den höchst gelegenen Platz der Besichtigungsrunde und Sie sind auch in der Hälfte der ganzen Strecke. Von hier aus gehen Sie meistens bergab. Sie gehen unter der nächsten Dominante der Teplicer Felsen – unter dem Eisbären, dem Steintor und durch den Felsendurchgang gelangen Sie zum Annatal. Die Felsenwände wachsen wieder in die Höhe. Hier können Sie weitere Felsengebilde bewundern, wie: Tintengläschen, den Steinadler, die Hand mit Eis und den Hund, einen schlafenden Schwan, die Henne, usw...


Die Unterwelt – Sibirien

Plötzlich werden die Felsen enger und der Weg führt nur durch schmale Schlüchte hindurch. Auch die werden immer enger. Wenn Sie die Unterwelt betreten wollen, müssen Sie durch den Tunnel unter den Felsblöcken hindurch und die Treppen hinunter gehen. Hier fängt Sibirien an: enge, winkelige und tiefe Schlüchte, Feuchtigkeit, Dämmerlicht, Kälte und fast der „ewige Winter“, das grüne Moos an den Felsenwänden und das brüchige Farnkraut über unseren Köpfen, in die Felsen gehauene Durchgänge. Nach 200 m werden Sie zu einer Weggablung geführt, wo die Besichtigungsrunde endet. Von hier aus gehen Sie links und auf demselben Weg, den Sie hierherkamen, gelangen Sie zurück zur Kasse und zum Parkplatz.

Greifvögel

Schon das dritte Jahr bieten die Teplicer Felsen eine einmalige Show. Im Gebiet der Domwände nistet der kritisch bedrohte Wanderfalke. Obwohl auf Grund des Schutzes dieses Greifvogels ein Teil der Besichtigungsrunde geschlossen ist, ist es möglich die Falken zu sehen, wie sie über den zugänglichen Teil der Besichtigungsrunde kreisen. Nachdem die Jungen ausschlüpfen und in der Zeit ihrer ersten Flüge, können Sie diese Rarität mit einem Fernglas beobachten. Falls Sie Glück haben, werden Sie Zeugen dieses kleinen Wunders der Natur.

Skalní útvar pøipomínající koèku Katzen ähnliche Felsengebilde
Teplicer Besichtigungsrunde

Bootsfahrten

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Magische Felsen

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Geheimnisvolle Burgen

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„Wunderwasser“

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